Avatar – Öko Empire strikes back

Ich wollte mir unbedingt Avatar anschauen. Und technisch wurde ich auch nicht enttäuscht. Absolut beeindruckend, in welcher Qualität da gerendert wird. Das 3D fand ich sehr nebensächlich und auch anstrengend für die Augen, aber trotzdem bekomme ich Höhenangst, wenn wild rumgeflogen wird. Das war schon alles toll. Aber die Story, oh jemine, die Story. Was für noch gerade so erträgliche Stereotypen musste ich da 3 Stunden lang ertragen. Die bösen Hightech Amerikaner vs die zufriedenen, bio vernetzen biologisch abbaubaren Eingeborenen. Gut, wäre ich gerade 10 oder so und das wäre mein erster Film zu dem Thema, wäre ich begeistert. Aber so ist es irgendwie Mononoke gepaart mit einem Film, der mir gerade nicht einfällt, aber diese “Ich werde ein anderes Wesen und finde das so toll, das ich für immer eins bleibe” kenne ich einfach. Perry Rhodan hatte auch schon eine packendere Story mit einem Planeten, der “angreift”. Hat mich einfach nicht überzeugt. Die bösen zu böse und die guten zu gut. Das war Cowboy gegen Indianer. Diese Aliens sind einfach zu menschlich, als das mich das überzeugt und das Thema auch. Aber sonst kommt das Publikum ja nicht mit. Und wie blödsinnig ist der Zufall, das es gerade auf diesem Planeten Seelenübertragung in einen anderen Körper gibt und die Menschen da ankommen und Seelenübertragung in einen Klon Dummy machen? Und die Eingeborenen tun auch noch so, als wenn es die normalste Sache ist und singen fröhlich ihr Liedchen dazu. Überzeugt mich alles gar nicht. Interessant fand ich auf alle Fälle, das hinter mir immer geredet wurde “Ja, so sind die Amerikaner” und ich mir nur dachte “wie blöde muss man eigentlich sein?”. Klar, ich bin Öko-Deutscher und hab so eine saubere Weste. Aber das Thema vertiefe ich lieber nicht. Und wie viele Kinder im Kino waren, fand ich auch befremdlich. Es floss zwar kein Blut, was verwunderte, bei den Wunden, aber die Action war doch so heftig, das ich mich dem auch nicht entziehen konnte und was macht dann ein kleines Kind von ca. 6 bis 8 Jahren in dem Film? Summe des ganzen ist, das ich mich amüsiert habe, aber weniger über den Inhalt des Films. Auf der 10 Punkte Karsihasi Skala eine 6 für eine sehr dünne Story.

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Kommentare

Ich fand Avatar 3D sehr beeindruckend - was die Bilder und die Technik anging. Wirklich sehr beeindruckend. Die schwache Story, falls man das echt noch Story nennen möchte, hat mich nicht gestört. Ich hatte genau das erwartet.

Das Aussehen der Naa'vi hat mich hingegen nicht gestört. Ein Film wird nicht besser, in dem man die Aliens möglichst fremdtartig aussehen lässt.

Cameron hat gezeigt, was mit 3D möglich ist. Ich denke, es ist inzwischen auch ein neues Zeitalter eingeläutet, das 3D Zeitalter. Es werden 2010 viele Filme in 3D erscheinen und dabei werden auch einige mit guter oder zumindest brauchbarer Story sein. Mein persönlicher Favorit ist gerade Tim Burtons 'Alice im Wunderland'.

Also auf Alice im Wunderland freue ich mich auch. Obwohl ich dabei denke, das Burton kaum neue Aspekte setzen wird, was schade ist. Alle seine Filme haben eine zu eindeutige Handschrift, unterhalten aber zuverlässig.

Zu Avatar denke ich immer mehr, das es eine 3D Demo ist und bin erstaunt, das es so gut ankommt. Also zählt doch die Grafik mehr, als der Inhalt? Finde ich schade.

Wobei man schon zwischen Transformers und Avatar unterscheiden sollte. Technisch ist Transformers auch eine Hammer Leistung. Nur wird der Film so schlecht erzählt, das man sich gern Nägel in den Arm hämmert, um die 90 Minuten mit irgendwas zu füllen.

Ich komme immer mehr zum Schluss, das Avatar eine Mischung aus "Der mit dem Wolf tanzt" und Apocalypto ist, die beiden aber einfach bessere Filme sind. Dazu noch Pocahontas Charm und Aliens Desing und wir sind angekommen.

Wen hat der Zusammenbruch des Baumes eigentlich auch an Titanic erinnert?

Weniger Stereotypen, weniger unzufällige Zufälle und mehr Reflektion des eigenen Handelns und es wäre ein guter Film geworden.